Muhammad al-Idrisi

Biographie von Muhammad al-Idrisi

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Zu den berühmten Geographen des Hochmittelalters zählt Muhammad al-Idrisi. Er wurde ca. 1100 n. Chr. in Ceuta geboren. Die Stadt liegt auf dem afrikanischen Kontinent an der Straße von Gibraltar und bot al-Idrisi einen optimalen Ausgangspunkt für seine zahlreichen Reisen durch weite Teile Europas und der nordafrikanischen Küste. Nach seinem Studium in Córdoba zog es ihn als Lehrer nach Algerien. Die instabile andalusische Politik führte ihn nach Sizilien, wo er unter Roger II. von Sizilien sein Hauptwerk verfasste und im Jahr 1166 verstarb.

Auf seinen Reisen trug er ausführliche Informationen über die regionale Geographie sowie den kulturellen Begebenheiten zusammen. Das von ihm 1154 fertiggestellte Kartenwerk basierte auf die Erfahrungsberichte normannischer Seefahrer, den überlieferten Erzählungen von Kaufleuten und eigenen Erfahrungen, die in Kombination einen detaillierten Überblick über den eurasischen Raum verschufen. Dabei unterteilte er die Welt in sieben Klimazonen und gab Aufschluss über die damaligen sozialökonomischen Strukturen. Zwar wurden weite Teile Afrikas, Nordeuropa und die südostasiatischen Regionen nicht aufgeführt, doch wegen der Genauigkeit wurde das Kartenwerk noch in den späteren Jahrhunderten entsprechend gewürdigt.

Steckbrief von Muhammad al-Idrisi

Vollständiger Name
Abu Abd Allah Muhammad ibn Muhammad ibn Abd Allah ibn Idris al-Idrisi

Geboren
um 1100 n. Chr. in Ceuta (Spanien)

Gestorben
1166 n. Chr. in Sizillien (Italien)

Tätigkeiten
Geograph, Kartograph, Botaniker

weiterführende Literatur
Die Erfindung des Landes Israel: Mythos und Wahrheit