Albrecht Penck

Biographie von Albrecht Penck

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Einer der bedeutendsten Forscher auf dem Gebiet der Geomophologie war Albrecht Penck, der mit seiner Arbeit und dem daraus entwickelten Abfolgemodell verschiedener glazialer Landschaftsformen ein bis heute gültiges Schema der Gliederung eiszeitlicher Sedimente erschuf.

Albrecht Friedrich Karl Penck wurde am 25. September 1858 in Reudnitz bei Leipzig geboren. Obwohl er keinen Abschluss eines Gymnasiums vorweisen konnte (er ging nur zur Realschule), studierte er ab 1875 an der Universität Leipzig Chemie, Botanik, Mineralogie und Geologie. Bereits 1878 promovierte er über „Studien über lockere vulkanische Auswürflinge“ bei Ferdinand Zirkel, einem Mineralogen. Bereits während des Studium war er als Hilfsgeologe angestellt worden, um bei die geologische Landesaufnahme Sachsen zu unterstützen. Während dieser Zeit beschäftigte er sich zunehmend mit dem Quartär, dem jüngsten Zeitabschnitt der Erdgeschichte. Nach seiner Promotion bereiste Albrecht Penck den Süden Skandinaviens sowie Norddeutschland, um auf dem Gebiet der Quartärentwicklung weiter zu forschen. Mit der daraus entstandenen Arbeit „Die Geschiebeformationen Norddeutschlands“ wurde erstmals die dreimalige Vergletscherung des nördlichen Mitteleuropas bewiesen. In einer weiteren Publikation belegte er das Phänomen auch für das Alpenvorland. Zeitgleich habilitierte er damit als erster Vertreter der Geographie an der Universität München. Von 1887 bis 1890 ging Penck mit August von Böhm und Eduard Brückner der Vergletscherung der österreichischen Alpenländer nach und lieferte mit seiner Forschung die Grundlage zu Brückners „Die Alpen m Eiszeitalter“. 1961 folgte Penck einem Ruf nach Berlin und trat dort seine Tätigkeit als Direktor des Geographischen Institutes sowie des Museums für Meereskunde an. Durch diesen Ruf kehrte er der Forschung der Voralpenländer den Rücken und wendete sich wieder dem Quartär zu. Nachdem er 1917/1918 Rektor an der Berliner Universität war, wurde er im Jahre 1926 emeritiert. Ende des zweiten Weltkrieges, genauer gesagt am 7. März 1945, starb Penck in Prag. Sein Grab befindet sich in Stuttgart.

Penck definierte die Erdoberfläche als Energieumsatzfläche, was zu einer Dominanz naturwissenschaftlicher Methoden mit der Geomorphologie als leitende Wissenschaft führte. Auch in der Landes- und Länderkunde wurde dies immer mehr zum Schwerpunkt. Doch infolge des in den 1920er einsetzenden Übergangs zu soziologischen Fragestellungen wird dies heute nicht mehr angewandt.

Steckbrief von Albrecht Penck

Vollständiger Name
Albrecht Friedrich Karl Penck

Geboren
28. September 1858 in Reudnitz (Deutschland)

Gestorben
07. März 1945 Prag (Tschechien)

Eltern
Emil Penck, Elisabeth Penck

Geschwister
keine

Tätigkeiten
Geomorphologe, Klimatologe

weiterführende Literatur
Studien über lockere vulkanische Auswürflinge